Über 30.000 ha geschädigt von der Nordsee bis nach Bayern

Die letzten Tage brachten lokale Unwetter über ganz Deutschland mit sich. Die Schäden erstrecken sich über ganz Deutschland mit erheblichen Folgen vor allem an der Nordsee und in Süddeutschland. Über 30.000 Hektar wurden innerhalb kurzer Zeit geschädigt.
Die ersten Schäden traten bereits am Wochenende in Norddeutschland auf. Von den Niederlanden über die Emsmündung bis nach Ostfriesland reichte der erste Schadenstrich. Insbesondere die Gemeinden Krummhorn und Norden wurden in Mitleidenschaft gezogen. Entlang der deutsch-niederländischen Grenze waren weitere Regionen entlang der Ems über den Niederrhein bis in die Nordeifel betroffen.
Einige Tage später, am Abend des 21. Juni und erneut am 22. Juni, traf es den Süden Deutschlands. Ein nahezu „klassisches Gewittergebiet“ zog in West-Ost-Richtung vom Schwarzwald über Oberschwaben entlang der Grenze zu Österreich über Oberbayern bis nach Neuburg am Inn.
Bei den Schadenstrichen waren nahezu alle Kulturen betroffen. Von Gemüse über Obst und Wein bis hin zu den Ackerkulturen waren teils schwerste Schäden zu verzeichnen. Maisbestände wurden derart geschädigt, dass sie voraussichtlich zum Umbruch freigegeben werden, um Gras nachzusäen oder wo möglich erneut Mais zu legen. Die Sachverständigen sind bereits dabei, den Schaden aufzunehmen. Nach ersten Schätzungen rechnet die VEREINIGTE HAGEL mit einem bei ihr versicherten Schaden von über zehn Millionen Euro. Insgesamt dürfte der Schaden damit ein Mehrfaches hiervon betragen

Autor: Daniel Rittershaus

Radarbild des größten Unwetterstrichs
Hagel im Landkreis Passau
Hagelschaden im Raum Aying (Mais)

Hagelschlossen im Landkreis Bad Tölz