Bezirksdirektion Lübeck: Hagelschäden vom 12. Juli 2010
15.07.2010 Von: Volker LindloffHagelschlag unmittelbar zur Ernte – Raps, Wintergerste und Mais verhagelt
Am 12. Juli führten schwere Unwetter mit Hagelschlag und orkanartigen Windböen über Schleswig-Holstein zu Hagelschäden an Getreide, Mais und Raps. „Die schwersten Hagelschäden vom 12. Juli konzentrierten sich auf ein Gebiet im Raum Bad Segeberg bis nach Ostholstein. Der Raps, der sich vielerorts in der Schwaddruschreife befand, auf leichten Standorten auch schon annährend druschreif war, verzeichnete bis zu 85 % Schadenquote. Bei Wintergerste – die überwiegend erntereif war, kam es zu Körnerausschlag und auch zu Ährenabschlägen mit Schadenquoten von bis zu 70 %. Der Mais, der vielfach das Stadium Beginn des Fahnenschiebens erreicht hatte, trug im Wesentlichen schwere Blattschäden davon.
Schwere Hagelschäden bei Mais im Raum Plau und Lübz
Einen weiteren Schadenschwerpunkt stellte ein Schadengebiet in den Landkreisen Nordwest-Mecklenburg und Parchim dar, wo es am 13. Juli besonders im Raum Plau und Lübz bei Mais zu starken Blattverlusten bis hin zu Stängelknickungen kam. An diesem Tag wurde auch der Kreis Rendsburg-Eckernförde von Hagelschäden betroffen.
Rund 100 Schadenmeldungen vom 12. Juli
Insgesamt erhielt die Bezirksdirektion Lübeck rund 100 Schadenmeldungen von diesem Hagelunwetter. Wegen der unmittelbar bevorstehenden Ernte sind rund 12 Kommissionen zur Endregulierung bis in die kommende Woche in den Schadengebieten unterwegs.
Hitzewelle – Ertragsdepressionen für Weizen und Mais kaum auszuschließen
Die Hitzewelle hat auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern für eine beschleunigte Abreife gesorgt. Besonders von der Trockenheit betroffen sind Weizen und Mais, wobei Ertragsdepressionen von 10-15 % kaum mehr auszuschließen sind.



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